Wollte ich von der Schönheit der einzelnen Stimmen sprechen, so würde der Bericht Bände füllen -, schreibt Thomasorganist Karl Straube 1908 im Abnahmegutachten für die erweiterte Sauer-Orgel. Die Orgel der Leipziger Thomaskirche, an dem Straube zahlreiche Werke Max Regers erstmals spielte, darf als ein Meisterstück Wilhelm Sauers gelten. Der renommierte Meister des Orgelbaus hatte das Instrument 1908 zu einer der größten und bedeutendsten Orgeln des Landes erweitert – mit der Berliner Domorgel auf einem Niveau, von den klanglichen Möglichkeiten im Raum der Thomaskirche gleichwohl noch begünstigt. Seit ihrer Einweihung im Jahr 1889 hatte die Orgel der Thomaskirche ein bewegtes Schicksal. Ursprünglich mit 63 Registern und mechanischer Traktur erbaut wurde sie schon 13 Jahre später auf das pneumatische System umgestellt. 1908 erfolgte auf Veranlassung von Thomasorganist Karl Straube die Erweiterung auf ihre heutige Größe von 88 Stimmen. Nach mehreren Umbauten ist es Thomasorganist Ullrich Böhme zu verdanken, dass die Orgel jetzt wieder im originalen Zustand von 1908 erklingt. Für seine Vorstellung der rekonstruierten Sauer-Orgel hat Böhme drei Werke von Marcel Dupré, César Franck und Eugène Gigout ausgewählt, die die dezent französischen Anflüge des Instruments charakteristisch zur Wirkung bringen.
Die Sauer-Orgel der Thomaskirche Leipzig
Thomasorganist Ullrich Böhme
Künstler: Thomasorganist Ullrich Böhme
Komponisten: Max Reger
- Veröffentlicht: Mar 2009
- Gesamtzeit: 73:14
- Set: 1-CD
- EAN: 4037408060172
- Bestellnummer: ROP6017
- Booklet






